Die weitaus überwiegende Zahl der ANWR-Händler ist derzeit mit ihrer Visitenkarte auf schuhe.de zu sehen, d. h. im Wesentlichen mit ihren Kontaktdaten. Allerdings steigt nach Angaben der Verbundgruppe die Zahl derer, die zusätzliche Informationen bis hin zu ihrem Sortiment auf der Internetzeige präsentieren.
Zug um Zug soll die Präsenz der Unternehmen auf der Website ausgebaut und um weitere Serviceleistungen erweitert werden. Dazu gehört auch das digitale Schaufenster. In diesem kann ein Händler sein Sortiment inklusive der jeweiligen Filialpreise jedem Kunden zugängig machen. Aktuell sind nach Angaben der Verbundgruppe 430 Filialen direkt an dieses digitale Schaufenster angebunden. Dafür werden Schuhe aus den Mandatprogrammen zentral und auch dezentral in 360° fotografiert und sollten mit EAN versehen werden. „Je sauberer ein Händler seine Daten pflegt, desto besser ist dies für seine Präsenz auf schuhe.de“, erläutert Alexander Hock, der bei der ANWR das Projekt betreut.
Das digitale Schaufenster wird über die Warenwirtschaft gesteuert. Über Schnittstellen zu den Systemen Apollon, Ipos, HIS und SBH können z.B. die jeweiligen Preise automatisch zu den Schuhen dargestellt werden. Auch andere Systeme können laut Hock angebunden werden. „Für den Händler ist die Handhabe denkbar einfach“, erläutert der Projektverantwortliche. „Er muss zunächst nur sein ‘Go’ geben. Wichtig ist zudem die Datenpflege, etwa über die EAN Nummer. Wenn das gewährleistet ist, dann kann der Händler sofort Nutzen aus dem Datenaustausch ziehen“, ergänzt der ANWR Schuh-Geschäftsführer Michael Decker.
Leistungsspektrum von schuhe.de soll ausgebaut werden
Aktuell wird, so Alexander Hock, „mit Hochdruck“ an weiteren Serviceleistungen gearbeitet. So soll in Kürze ein Reservierungsprozess ergänzt werden. Damit hat ein Kunde die Möglichkeit, sein gewünschtes Modell in der Filiale seiner Wahl abholen zu können.
Mittelfristig soll auch die Bestell- und Kauffunktion zum Leistungsumfang von schuhe.de gehören – „allerdings empfehlen wir dies gerade kleinen Kunden nicht“, betont Michael Decker, da mit der Bestellfunktion auch verschiedene weitere Leistungselemente (Retourenmanagement etc.) gewährleistet sein müssen. Mit schuhe.de will die Verbundgruppe nach den Worten Deckers vor allem auch kleineren Händlern helfen, Multichannel zu betreiben. „Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe“, so Michael Decker. „Der Händler ist sichtbar im Netz und über das digitale Schaufenster kann der Verbraucher konkret bestimmte Artikel suchen.“
Neue App rundet den Service ab
Der Kreis der digitalen Welt für ANWR-Anschlusshäuser schließt sich über die neu lancierte App von schuhe.de (http://www.schuhkurier.de/news/anwr-launcht-schuhede-app/). Sie enthält für den Verbraucher Funktionen wie einen Store-Locator, eine digitale Kundenkarte, Specials und Aktionen, und sie ermöglicht die Teilnahme an Gewinnspielen.
Über die Suchfunktion des Store-Locators kann ein Kunde Schuhgeschäfte in seiner Umgebung suchen. Sie werden auf einer Karte dargestellt. Zusätzlich erfährt der Kunde Details zum Angebot eines ausgewählten Händlers, etwa Öffnungszeiten, das digitale Schaufenster, Marken, Warenbestände und Bewertungen. Diese Informationen fließen über die Funktion ’Meine Daten‘ in die App ein. Auch Bilder aus dem Geschäft können in der App dargestellt werden. Möglich ist auch das Speichern und Sammeln von Kassenbons innerhalb der App.