Ergebnisse teilte der ANWR-Vorstandsvorsitzende Günter Althaus während der außerordentlichen Generalversammlung am 15. November mit. Für Althaus sind die Bereiche Logistik und Daten-Management derzeit die zentralen und auch inhaltlich verzahnten Themen im Handelsmarkt. Die ANWR gehe mit dem Aufbau einer technologischen Infrastruktur seit gut einem Jahr in Vorleistung. Auf dieser Basis soll es möglich sein, Daten auszuwerten, diese miteinander zu teilen und sie als Analyse bereitzustellen. Wie Händler dieses und weitere Themen im Rahmen der Mitgliederbefragung einschätzten, dazu veröffentlichte die Verbundgruppe jetzt einen Überblick.
Demnach wünschen sich 83% der befragten Händler ein Warenangebot, das für den Endkunden nicht über andere Kanäle als den Fachhandel zu beziehen ist und dem Händler somit Exklusivität garantiert. 73% der Händler wünschen sich Zugang zu neuen Marken. Für 57% der teilnehmenden Händler ist die permanente Nachbelieferung der Fläche insbesondere mit Standardartikeln wichtig.
Bei der Logistik können sich 58% der teilnehmenden Händler vorstellen, auf eine zentrale Nachversorgung der einzelnen Filialen zu setzen. 66% halten einen standardisierten, zentralen Reklamationsprozess für wichtig. 74% wünschen, dass nur qualitätsgesicherte Ware in die Geschäfte kommt. 61% möchten keine Preisauszeichnungen mehr vornehmen.
80% der Händler fänden es laut Verbundgruppe interessant, ein Verwertungsangebot für nicht verkaufte Saisonware zu erhalten. 72% bewerten den Einzelpaarversand an den Verbraucher als Erfolgsfaktor. 66% würden sich eine zentrale Retourenbearbeitung für Online-Verkäufe wünschen.
57% der Händler, die an der Umfrage teilnahmen, nutzen die Hausbank über Betriebsmittelkredite für die Warenfinanzierung. Günter Althaus sieht aufgrund der Umfrageergebnisse viele Handlungsoptionen für die Arbeit der Verbundgruppe – speziell mit Blick auf Retail Logistics. Dies sei kein großes zentrales Warenlager, sondern die Summe zahlreicher Leistungsbausteine im Wertschöpfungsprozess für die Händler. Die Verbundgruppe will die nächsten Schritte zur Umsetzung in den nächsten Monaten konkret ausarbeiten – sprich, u.a. ein Leistungsangebot formulieren und ein Preis- und Vertragsmodell ausarbeiten. Auch sollen Logistikpartner augewählt werden.