Drei Schritte zur Digitalisierung
Schenk beschreibt die Digitalisierung als einen Prozess, der in drei Schritten erfolgt. Der erste Schritt bestehe darin, eine solide Grundlage zu schaffen, indem Daten erfasst und Prozesse harmonisiert werden, um Transparenz und Stabilität zu gewährleisten. Im zweiten Schritt werde die Interaktion zwischen Handel und Lieferanten optimiert. Dies gelinge durch den Einsatz von Schnittstellen und automatisierten Prozessen, die den Austausch effizienter und reibungsloser machen. Im dritten Schritt gehe es darum, die gesammelten Daten sinnvoll zu nutzen. Mithilfe intelligenter Datenanalysen können personalisierte Angebote entwickelt und kuratierte Sortimente erstellt werden, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden eingehen. Für Schenk ist entscheidend, dass die Digitalisierung nicht isoliert betrachtet wird: „Wir müssen weg vom reinen Datenaustausch hin zu echter Zusammenarbeit, die Effizienz und Nutzen für alle Beteiligten bringt. Dafür müssen wir über das eigene Unternehmen hinausdenken.“
Die ANWR-Garant SWISS AG bietet Workshops und Bootcamps, um Händler dabei zu unterstützen, eigene Bestände zu optimieren, Prozesse zu strukturieren und Mitarbeitende gezielt zu schulen. „Nur wer bereit ist, in digitale Arbeitswelten zu investieren, bleibt langfristig wettbewerbsfähig“, erklärt Schenk. Die Investition in diese Transformation wird auf etwa 1,5 bis 3% des Außenumsatzes geschätzt. Unternehmen, die aktiv an Bootcamps teilnehmen, zeichneten sich durch ihr Mindset aus. „Was unterscheidet die besten Fachhändler von den Guten oder Mittelmäßigen? Ihr Mindset für Digitalisierung: das Verständnis, dass Digitalisierung nicht nur Technologie bedeutet, sondern von allen im Unternehmen getragen werden muss“, so Schenk.