Sechs Wochen vor der außerordentlichen Generalversammlung der ANWR (23. November 2014) wendet sich der ANWR-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Jürgen Robers an die ANWR-Mitglieder, um die Überlegungen und Beweggründe des Aufsichtsrates nochmals darzulegen, die letztlich zur Zustimmung zum Kauf von Schuh-Mücke geführt haben.
„Wir vermuten, dass viele der 173 Unterstützer des Antrages der Initiatorengruppe nicht unbedingt Unterstützer dieses Händlerkreises sind, sondern diesen Antrag vielfach aus Verärgerung über eine ihrer Meinung nach unzureichende Informationspolitik unterstützt haben“, so Hans-Jürgen Robers. „Dies bedauern wir sehr und entschuldigen uns auf diesem Wege.“
„Turbulente Zeiten erfordern unkonventionelle Entscheidungen, eventuell auch Entscheidungen, die gegen bestehende Denkmuster verstoßen. Wir wissen alle nicht genau, wie sich der Schuhmarkt in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird, aber eins scheint klar: Der Konzentrationsprozess wird sich weiter beschleunigen“, heißt es im ANWR-Schreiben.
„Die nunmehr von der Initiatorengruppe beantragten Satzungsänderungen würden die ANWR in der Frage von Beteiligung an Unternehmen handlungsunfähig machen“, schreibt der Aufsichtsratschef. Dies gelte es zu verhindern. Deshalb forderte Robers die Mitglieder zur Teilnahme an der Generalversammlung auf. „Wir wünschen uns eine hohe Präsenz, da eine Verabschiedung unpassender Satzungsänderungen nachhaltigen Schaden für die Genossenschaft und einseitige Begünstigung von Interessengruppen zur Folge haben könnte.”
Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der schuhkurier Ausgabe 43/2014.