Dort sollen die Arbeitsniederlegungen bis Freitag zum Schluss der Spätschicht fortgesetzt werden. In Leipzig entscheidet die Streikleitung auf Beschluss der Streikversammlung am 30. Oktober über das weitere Vorgehen.
„Amazon hat es selbst in der Hand, dass Lieferversprechen und Weihnachtsgeschäft reibungslos laufen. Solange Amazon den Beschäftigten den Respekt und Schutz durch Tarifverträge verweigert, werden wir den Druck aufrechterhalten. Das gilt auch im Weihnachtsgeschäft“, sagte Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi), in München.
In Bad Hersfeld zogen die streikenden Amazon-Beschäftigten in einem Demonstrationszug durch die Innenstadt. Insgesamt beteiligten sich nach Verdi-Angaben mehr als 2.000 Beschäftigte an den Streiks in Graben, Leipzig, Bad Hersfeld, Rheinberg und Werne.
Zugleich wurde bekannt, dass Amazon drei neue Logistik-Standorte in Polen in Betrieb genommen hat. Von hier aus kann auch der deutsche Markt beliefert werden.