Fünf von neun Amazon-Standorten streiken weiter
Bis einschließlich zum 24. Dezember werden die Beschäftigten am Standort Graben (Bayern) die Arbeit niederlegen. An den Standorten Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Rheinberg und Werne (beide NRW) wollen die Amazon-Beschäftigten bis zum Ende der Spätschicht ebenfalls bis zum Heiligabend in den Streik treten, wie Verdi erklärt.
In Koblenz, wo die Beschäftigten sich erstmals an den Streiks beteiligt haben, wurde die Arbeitsniederlegung bereits vorläufig nach der Spätschicht am 16. Dezember 2014 beendet.
Harter Tarifstreik
Die Streikenden wollen erreichen, dass Amazon Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi aufnimmt. Bislang aber verweigere sich Amazon, einen Tarifvertrag abzuschließen. Das Unternehmen wolle stattdessen „Löhne und Arbeitsbedingungen einseitig und willkürlich diktieren“, heißt es seitens Verdi.
Verdi ruft seit 2013 immer wieder zu Streiks auf. Amazon beschäftigt bundesweit an neun Standorten 20.000 Festangestellte und Saisonkräfte.