Nach Angaben der ’Neuen Osnabrücker Zeitung‘ erklärten 1.018 Mitarbeiter der Standorte Leipzig und Bad Hersfeld Ende Dezember, dass sie Abstand nehmen, „von den Zielen, Argumenten und Äußerungen der Verdi, die in der Öffentlichkeit über Amazon und damit über uns verbreitet werden“. Das von der Gewerkschaft erweckte „negative öffentliche Bild“ verfolge sie „bis ins Privatleben“. Die Darstellungen der Gewerkschaft entsprächen „nicht der Realität und nicht unserem täglichen Arbeitsleben“.
Als nächstes ist laut den Initiatoren eine T-Shirt-Aktion geplant. Es sollten Shirts mit der Aufschrift "Pro Amazon" bedruckt werden. Die Mitarbeiter wollten damit zeigen, dass sie gerne bei dem US-Versandhändler arbeiten und nicht hinter den seit Monaten andauernden Streiks stehen. Die Unternehmensleitung begrüßte die Aktion. Diese zeige, „wie die Mehrheit unserer Mitarbeiter denkt“, sagte eine Sprecherin zur Nachrichtenagentur AFP.
Heftige Kritik kommt hingegen von Verdi. Eine Gewerkschaftssprecherin warf Amazon vor, Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt zu haben, sich an der Unterschriftenaktion zu beteiligen.