Im Zuge der Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten FC Schalke 04 am Samstag, den 16. November, wurden neue Details der neu gegründeten Genossenschaft Auf Schalke e.G. vorgestellt. Im Aufsichtsrat des neuen Gremiums ist auch Günter Althaus vertreten. Althaus war von 2017 bis 2019 Präsident des Genossenschafts-Dachverbands DGRV und ist Vorstandsvorsitzender des genossenschaftlich organisierten Reformhaus-Konzepts. Althaus sagt zur Gründung der Genossenschaft des FC Schalke 04 bei Linkedin: „Die Idee, die Vereinsmitglieder über eine Genossenschaft am bestehenden Vermögen des Vereins und dessen zukünftiger Entwicklung zu beteiligen, ohne die Kontrolle dem Einfluss fremder Investoren, ist wegweisend.“ Nach dem Hamburger Bundesligisten FC St. Pauli ist Schalke der zweite deutsche Profi-Fußballverein, der eine Genossenschaft gründet. Zu seiner Rolle bei Linkedin sagt Althaus: „Ich habe mich gefreut, dieses Projekt zu unterstützen und werde es als ‚alter Genossenschaftsonkel‘ bestmöglich im Aufsichtsat begleiten.“
Stepan Timoshin, Gründer des Sneaker-Resellers Vaditim, bewarb sich derweil bei der Mitgliederversammlung des Zweitligisten Hertha BSC am Sonntag, den 17. November, um das Amt des Präsidenten. Er begründete seinen Antritt in einem Linkedin-Post damit, gegen die Misswirtschaft im Verein anzugehen: „Ein ‚Weiter so‘ kann sich unsere Hertha nicht leisten! Durch Kuscheln kommen wir nicht in die Bundesliga oder aus dem finanziellen Würgegriff. Es ist wichtig aufzuarbeiten, wer die Verantwortung dafür trägt und die Blackbox der intransparenten Entscheidungen der letzten Jahre zu öffnen.“ Für mediale Aufmerksamkeit sorgte seine Rede auf der Mitgliederversammlung, bei der er einen 50-Euro-Schein anzündete, um darauf aufmerksam zu machen, wie der Verein Geld verbrenne. Im Plenum habe er laut Medienberichten Kritik dafür geerntet, selbst Geld zu verbrennen, das andere gut hätten gebrauchen können. Er unterlag mit 15 Stimmen deutlich und auf dem vierten Platz dem bisherigen kommissarischen Präsidenten Fabian Drescher, der mit 2.985 Stimmen zum Präsidenten gewählt wurde.