Riedel tritt die Nachfolge von Wolfgang Stegmaier an, dessen Vertrag Ende November ausgelaufen ist. Nach Unternehmensangaben bringt der 51-Jährige für diese Aufgabe langjährige Managementerfahrung aus den unterschiedlichsten Branchen mit. Seit gut zehn Jahren begleite er mittelständische Unternehmen in Sondersituationen als Geschäftsführer und Vorstand bei der operativen Neuausrichtung. Mit der Neuordnung der Geschäftsführung stelle ALSA die personellen Weichen für die Fortführung des Standorts Steinau-Uerzell unter einem neuen Eigentümer.
„Nachdem sich die Situation durch den eingeleiteten Verkaufsprozess grundlegend verändert hat, haben wir entschieden, die Begleitung der weiteren Schritte in die Hände eines mit solchen komplexen Situationen vertrauten Managers zu legen“, so Alsa-Geschäftsführer Manfred Eisele zu den Hintergründen der Personalentscheidung. Derzeit laufen Verhandlungen mit mehreren Interessenten über die Übernahme und Fortführung des Produktionsstandorts. „Für die Begleitung der Verkaufsgespräche und die damit verbundenen Maßnahmen haben wir mit Peter Riedel einen erfahrenen Experten an Bord geholt, der solche Prozesse bereits mehrfach begleitet und erfolgreich zum Abschluss gebracht hat.“
Darüber hinaus haben sich bereits Ende Novemver die Geschäftsführung und die Tarif- und Betriebspartner auf eine tragfähige Lösung verständigt, die den Interessen aller Beteiligten gerecht wird: Die Vereinbarung sieht eine Verlängerung des bestehenden Tarifvertrags bis zum 30.04.2014 sowie eine Einmalzahlung vor. Darüber hinaus hat die ALSA-Geschäftsführung zugesagt, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, die Beschäftigungs- verhältnisse vor dem 31.12.2014 beenden würden. Die Mitglieder und der Haupt- vorstand der IG Metall haben dem Abschluss zugestimmt. Die Tarifvereinbarung einschließlich der Friedenspflicht tritt sofort in Kraft.