An der Wall Street hatte nicht Alibaba-Gründer Jack Ma die traditionelle Eröffnungsglocke geläutet, sondern stellvertretend acht Kunden des Unternehmens. Der Zeichnungspreis lag bei 68 Dollar und stieg im Laufe des Tages auf bis zu 99,70 Dollar. Am Ende des ersten Handelstags schloss die Aktie bei 93,89 Dollar. Damit ist Alibaba 231 Mrd. Dollar wert.
Insgesamt brachte der Börsengang dem Unternehmen 25 Mrd. Dollar ein. Damit löst Alibaba in New York den Kreditkartenanbieter Visa ab, der im Frühjahr 2008 immerhin 17,9 Mrd. Dollar erlöste. Den bisherigen Weltrekord hielt die chinesische AGBank mit 22,1 Mrd. Dollar im Jahr 2010. Anders als andere Internet-Firmen arbeitet Alibaba zum Börsenstart bereits profitabel – und das schon seit 2002. Zwischen April und Juni erwirtschaftete Alibaba unterm Strich knapp 2 Mrd. Dollar und verdreifachte damit seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Alibaba betreibt unter anderem die chinesische Plattform für Onlinehandel, Taobao. Die Plattform hat 500 Mio. Nutzer und Schätzungen zufolge in China einen Marktanteil von mehr als 90% bei Verkäufen von privat an privat.