Ein entsprechender Kriterienkatalog sei gemeinsam mit Greenpeace erarbeitet worden. In diesem wurden anspruchsvolle, ökologische Anforderungen definiert. Der ambitionierte Aktionsplan sieht laut Mitteilung der beiden Handelsunternehmen vor, stufenweise bis zum Jahr 2020 auf den – Stand heute – produktionstechnisch bedingten Eintrag bestimmter Chemikalien in der Textil- und Schuhproduktion zu verzichten. Mit dieser Selbstverpflichtung bekenne sich Aldi erneut zu seiner unternehmerischen Verantwortung für Mensch und Umwelt.
Aldi sei sich bewusst, dass es ein langwieriger Prozess sei, das Verständnis und die Akzeptanz für die Detox-Anforderungen bei allen Beteiligten zu verinnerlichen. Die Unternehmensgruppen Aldi Nord und Aldi Süd seien hierbei auf das Mitwirken und die Unterstützung aller Beteiligten in der gesamten Produktions- und Lieferkette angewiesen. Basis für eine erfolgreiche Umsetzung seien dabei auch weiterführende offene und konstruktive Gespräche mit Greenpeace.
Konkret will Aldi bis Ende Juni 2016 Schadstoffe wie Alkylphenolethoxylate (APEO) aus den Textilien verbannen. Die Abbauprodukte von APEOs sind hochgiftig für Wasserorganismen. Per- und polyfluorierte Chemikalien, die das Immunsystem und die Fortpflanzung schädigen können, sollen bis spätestens Ende 2016 aus der Produktion verschwinden. Zudem will Aldi transparenter sein: Damit sich die Bevölkerung im Umfeld der Fabriken über die Chemikalien in ihren Gewässern informieren kann, werden 80% der Aldi-Lieferanten ihre Abwasserdaten bis Ende März 2016 offenlegen. Bis Ende Juni 2016 will Aldi zudem ein Programm für ’nachhaltigen Konsum‘ aufsetzen.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wertete die Selbstverpflichtung von Aldi als „Riesenerfolg“. „Mit billigsten Textilien lockt Aldi Woche für Woche seine Kunden in die Läden“, erklärte Kirsten Brodde, Greenpeace-Expertin für Textilien. „Jetzt hat Aldi erkannt, dass diese Ware ohne giftige Chemie produziert sein muss.“
Die Selbstverpflichtung von Aldi steht hier zum Download bereit.