Maßgeblicher Treiber für die Steigerung der Markenbegehrlichkeit ist für Adidas ein bestmöglicher Service für Konsumenten. Um sicherzustellen, dass Konsumenten überall und jederzeit neue und begehrenswerte Produkte vorfinden, überarbeitet der Konzern aktuell sein komplettes Geschäftsmodell über alle Prozesse hinweg – von der Sortimentsplanung über die Produktentwicklung und -beschaffung bis hin zu den Lieferketten-, Go-to-Market- und Vertriebsprozessen. Die Adidas Gruppe geht davon aus, mit diesen Initiativen ihre Produkteinführungszeiten deutlich beschleunigen zu können. Im Rahmen dieser Bemühungen wird der Konzern nicht nur seine Kapazitäten beim Nachproduzieren saisonaler Bestseller wesentlich verbessern, um eine höhere Konsumentennachfrage erfüllen zu können, sondern auch seine Kompetenzen stärken, wenn es darum geht, Trends zu setzen und aufzugreifen. Zudem wird das Unternehmen seine Programme für Produkte, die kontinuierlich nachgeliefert werden, erweitern, um sicherzustellen, dass die beliebtesten Produkte stets verfügbar sind. Der Konzern geht davon aus, mit diesen ’Speed-Initiativen‘ das Risiko von Überbeständen erheblich zu reduzieren, zusätzliche Umsätze zu erzielen und deutliche Margensteigerungen zu erreichen. Bis 2020 soll der Umsatzanteil von ’schnellen Produkten‘ auf 50% erhöht und zugleich der Anteil der zum vollen Preis verkauften Produkte über alle ’Speed-Kollektionen‘ hinweg um 20% gesteigert werden.
„Unser Ziel ist es, den Konsumenten das zu geben, was sie wollen, wann immer sie danach verlangen. Geschwindigkeit ist dabei einer der wirkungsvollsten Hebel für uns. Unsere Speed-Initiativen werden die Art und Weise, wie wir Produkte entwickeln, produzieren und vertreiben, verändern. Speed wird unser derzeitiges Geschäftsmodell revolutionieren“, sagte Franck Denglos, Vice President Speed.
Speedfactory: Kapazität wird erhöht
Die drei strategischen Säulen Speed, Key Cities und Open-Source sind die Grundlage des strategischen Geschäftsplans von Adidas bis 2020, den der Konzern im März 2015 vorstellte. Alle drei strategischen Säulen werden von der Speedfactory-Initiative unterstützt, die eine neue Ära in der Schuhentwicklung einläuten soll. Das flexible Modell hinterfragt die zentralisierte Produktion und verlagert die Fertigung dorthin, wo der Konsument ist. Es kombiniert das Handwerk der Schuhherstellung nach Angaben von Adidas mit modernster Technologie und ermöglicht so die Fertigung von Produkten, die sich ganz individuell an die Körperform und die funktionellen Bedürfnisse der Konsumenten anpassen sollen. Adidas wird in Kürze ihre Produktionskapazitäten mit der neuen Speedfactory in Deutschland erweitern; ab Mitte 2017 soll dann die Serienproduktion starten. Nach Inbetriebnahme einer zweiten Speedfactory Ende nächsten Jahres in den USA wird die gesamte Speedfactory Kapazität auf bis zu 1 Mio. Paar erweitert. In den darauf folgenden Jahren kann das Konzept dann weiter ausgerollt werden.
„Mit Speedfactory hinterfragen wir herkömmliche Konzepte und definieren den Status quo unserer Branche neu“, sagte Gerd Manz, Vice President Technology Innovation. „Konsumenten leben heute in einer Welt, die sich ständig verändert. Das wirkt sich auf Verhalten und Erwartungshaltung aus. Sie wollen Neuartiges, sie wollen Produkte sofort und sie wollen dabei keine Kompromisse eingehen müssen. Speedfactory wird es uns ermöglichen, unseren Konsumenten den Wunsch nach Schnelligkeit, Ästhetik und Funktionalität besser als je zuvor und besser als jeder andere zu erfüllen.“