Das Betriebsergebnis in den sechs Monaten legte dank verbesserter Marge um 4% auf 693 Mio. Euro zu. Der Konzerngewinn erhöhte sich unterm Strich um 6% auf 480 Mio. Euro.
Adidas hatte gegen ein starkes Vorjahresquartal zu kämpfen, das von der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen profitierte. Zudem belasten die schwachen Devisen in aufstrebenden Ländern und in Japan sowie die weiterhin anhaltende Rezession in der Eurozone. Konzernchef Herbert Hainer zeigte sich dennoch zu frieden: „Aus strategischer und operativer Sicht sind wir nach wie vor auf einem sehr guten Weg.“
Ein Grund zum Feiern dürfte Herbert Hainer über die Rückkehr des Sorgenkinds Reebok auf den Wachstumskurs gehabt haben. Die 2006 übernommene US-amerikanische Konzerntochter konnte beim Umsatz im zweiten Quartal deutlich um 11% zulegen.
Die Bruttomarge verbesserte sich in den sechs Monaten um 2,1 Prozentpunkte auf 50,1 Prozent. Verantwortlich hierfür waren laut Herbert Hainer ein besserer Preis- und Produktmix, eine günstigere regionale Umsatzverteilung sowie ein höherer Anteil von Einzelhandelsumsätzen.
Europa schwächelt
In Europa verringerte sich der Umsatz um 9%; somit lag der Umsatz in Westeuropa im ersten Halbjahr bei 1,9 Mrd. Euro. Auch in den europäischen Schwellenländern gingen die Umsätze von 917 auf 901 Mio. Euro um 2% leicht zurück. Einen positiven Anstieg verbuchte der Konzern dagegen in China mit 7% (781 Mio. Euro) und in Lateinamerika mit 9% (765 Mio. Euro).
Adidas senkt nach Umsatzrückgang Prognose
Wegen der anhaltenden Flaute in Westeuropa zeigte sich die Herzogenauracher etwas pessimistischer für das laufende Jahr. So soll der Konzernumsatz währungsbereinigt 2013 nun im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich steigen. Zudem erwartet der Konzern, dass sich die Bruttomarge im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahreswert (47,7%) deutlich verbessern und einen Wert zwischen 48,5% und 49% erreichen wird. Adidas rechnet für das Jahr 2013 mit einem Konzerngewinn in Höhe von 920 Mio. Euro.