Nach Angaben des Sportartikelherstellers soll die neue Kooperation unter anderem die Herstellung innovativer Produkte und die Integration von Materialien aus Meeresplastikabfall in das Adidas Produktangebot ab 2016 beschleunigen. „Durch die Zusammenarbeit mit Parley for the Oceans tragen wir zu einer großartigen Umweltschutzmaßnahme bei. Gemeinsam kreieren wir aus Meeresplastikmüll gewonnene Materialien, die wir in unsere Produkte integrieren werden“, erklärt das für Global Brands verantwortliche Adidas-Vorstandsmitglied Eric Liedtke. „Gemeinsam werden wir uns nicht nur darauf konzentrieren, die nächste Generation an Designkonzepten, Technologien, Materialien und Produkten zu kreieren. Wir werden auch Konsumenten, Sportler, Künstler, Designer, Schauspieler, Musiker, Wissenschaftler und Umweltschützer mit ins Boot holen, damit sie ebenfalls ihre Stimmen erheben und sich beim Schutz der Ozeane einbringen können“, ergänzt Cyrill Gutsch, Gründer von Parley for the Oceans. Als erste Direktmaßnahme hat die Adidas-Gruppe beschlossen, die Verwendung von Plastiktüten in ihren eigenen Einzelhandelsgeschäften zu beenden.
Im Rahmen der Bekanntgabe der Zusammenarbeit zwischen Adidas und Parley for the Oceans haben die Herzogenauracher den Nachhaltigkeitsbericht 2014 veröffentlicht. Aus ihm geht hervor, dass im vergangenen Jahr der Verhaltenskodex für die Mitarbeiter überarbeitet worden ist. Die seit Ende 2012 existierende SMS-Hotline für Beschäftigte in den Produktionsstätten wurde auf insgesamt 25 Fabriken in Indonesien und Vietnam ausgeweitet und steht nun ca. 160.000 Beschäftigten zur Verfügung. Auf Produktseite wurde das Angebot mit DryDye Stoffen auf ca. vier Mio. Meter erweitert, so dass etwa 100 Mio. Liter Wasser eingespart wurden. Das ursprüngliche Ziel von 25% nachhaltiger Baumwolle wurde mit einem Anteil von 30% übertroffen. Der Sportartikelhersteller hat sich dazu verpflichtet, bis 2018 in allen Produktkategorien sämtlicher Marken 100% nachhaltige Baumwolle zu verwenden.
Den gesamten Nachhaltigkeitsbericht 2014 finden Sie hier.