Während Adidas in Westeuropa ein Plus in Höhe von 6% verbuchen konnte, gingen die Umsätze auf dem Heimatmarkt des Konkurrenten Nike im 1. Halbjahr 2014 deutlich um 14% zurück. Positiv war die Entwicklung vor allem im Einzelhandelssegment, hier stiegen die Umsätze um 10% an. Dagegen bleibt die Golfsparte ein Sorgenkind: Hier musste Adidas ein Minus in Höhe um 23% verbuchen.
Die Bruttomarge des Konzerns lag im ersten Halbjahr 2014 mit 49,2% um 1,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Diese Entwicklung sei in erster Linie niedrigeren Margen bei TaylorMade-adidas Golf, negativen Effekten aus der Währungsabwertung sowie höheren Beschaffungskosten zuzuschreiben, teilte Adidas mit.
Das Betriebsergebnis des Konzerns verringerte sich im ersten Halbjahr 2014 um 25% auf 523 Mio. Euro. Die operative Marge ging um 2,2 Prozentpunkte auf 7,5% zurück (2013: 9,7%). Der Konzerngewinn vor Steuern ging im ersten Halbjahr 2014 um 25% auf 495 Mio. Euro zurück. Der Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz verringerte sich im ersten Halbjahr aufgrund der niedrigeren operativen Marge um 2,2 Prozentpunkte auf 7,1%.
„Leider muss ich in diesem großartigen Sportsommer berichten, dass unser Konzern die hohen Erwartungen, die wir in unserem Geschäftsplan Route 2015 formuliert hatten, nicht erfüllen konnte. Wir übernehmen die volle Verantwortung, um diese Fehler schnell zu beheben. Für den Rest des Jahres 2014 wird es unsere Priorität sein, unsere Dynamik in wichtigen Kategorien und Märkten aufrechtzuerhalten und zudem einige korrigierende Maßnahmen zu ergreifen, um unserem Konzerngewinn zukünftig mehr Stabilität zu verleihen“, erklärte der Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer.