Adi Dassler startete mit 47 Mitarbeitern im fränkischen Herzogenaurach, 70 Jahre später arbeiten 57.000 Menschen auf allen Kontinenten für das Unternehmen, das mit einem Umsatz von fast 22 Mrd. Euro im Jahr 2018 zu den größten Sportunternehmen der Welt gehört. Triebfeder des Erfolgs sei bis heute der Innovationsgeist des Gründers, teilt Adidas mit. Der am 3. November 1900 geborene Adolf, genannt „Adi“, Dassler experimentierte bereits Anfang der 1920er Jahre in der Waschküche seiner Mutter mit Sportschuhen, bevor er 1924 gemeinsam mit seinem Bruder die „Gebrüder Dassler Schuhfabrik“ gründete. Zwischen 1932 und 1933 vervollkommnete er seine handwerklichen Fähigkeiten an der renommierten Schuhfachhochschule in Pirmasens.
Nach der Trennung von seinem Bruder 1948 startete Adi Dassler mit Adidas im darauffolgenden Jahr richtig durch. Spätestens mit dem überraschenden Titelgewinn der deutschen Fußballnationalmannschaft 1954 im schweizerischen Bern erlangte die Marke mit den 3-Streifen schlagartig weltweite Bekanntheit. Die neuartigen, leichten Fußballschuhe mit auswechselbaren Schraubstollen waren den damals verbreiteten, schweren Fußballstiefeln der Konkurrenz meilenweit überlegen.
Adi Dassler verfolgte stets das Ziel, Sportler durch neuartige, innovative Produkte besser zu machen. Berühmtheit erlangten die speziell gepolsterten Fußballschuhe, die Uwe Seeler nach einer Achillessehnenverletzung schneller auf den Fußballplatz zurückbrachten. Oder die kleinen Saugnäpfe an den Sohlen der Laufschuhe, mit denen Heide Ecker-Rosendahl 1972 in München zu zwei olympischen Goldmedaillen lief und sprang. Beide Schuhpaare lagern heute bei optimalen Bedingungen von konstant 18 Grad Celsius und 55% Luftfeuchtigkeit im Archiv des Unternehmens. Die 40.000 Objekte der Sammlung aus fast 100 Jahren Sportgeschichte dienen den Designern von Adidas immer wieder als Quelle der Inspiration.