Die Speedfactory von Adidas wird in der Region Atlanta im Bundesstaat Georgia errichtet. Das teilte der Sportkonzern am 10. August mit. „Für viele Jahre hat unsere Industrie nach dem gleichen Muster gearbeitet und im weit entfernten Asien produziert“, erklärte Eric Liedtke, Vorstandsmitglied von Adidas. „Adidas geht nun einen anderen Weg: Wir bringen alle Schritte vom Designprozess bis zur Fertigung wieder zurück in die USA.“ So entsteht aktuell zeitgleich zur Speedfactory ein Design Zentrum in New York, das neue kreative Impulse liefern soll. Durch den Bau der neuen Fabrik sei das Unternehmen in der Lage, schneller auf Kundenwünsche zu reagieren. Zudem ergeben sich neue Möglichkeiten im Bereich der Individualisierung.
„Geschwindigkeit ist für uns weit mehr als eine Geschäftsstrategie“, so Glenn Bennett, bei Adidas verantwortlich für Global Operations. „Geschwindigkeit ist allumfassend. Sie ist essentiell für Athleten und Konsumenten gleichermaßen. Die Verbraucher leben heute in einer Welt der Unmittelbarkeit. In der ersten Speedfactory in den USA verbinden wir High-Tech und moderne Produktionsprozesse, um unseren Kunden konstant Zugang zu Neuheiten zu bieten.“
Die Fabrik in der Nähe von Atlanta wird auf rund 6.900 qm errichtet. Sie soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 den Betrieb aufnehmen. Adidas plant, hier im kommenden Jahr 50.000 Paar Schuhe zu produzieren. Mittelfristig soll die Kapazität auf rund eine halbe Million Paar gesteigert werden. In der Speedfactory sollen 160 neue Arbeitsplätze entstehen. Wie auch in Deutschland wird die US-Speedfactory vom Unternehmen Oechsler betrieben.