Das Schuhgeschäft an der Ecke – diese Bezeichnung beschreibt das Schuhhaus Linn in Speyer perfekt. Das Unternehmen befindet sich ein wenig außerhalb der City in einem gelben Eckhaus, der Name in dunkelblauen Lettern ist von weithin sichtbar. Daneben blaue Schilder mit Skizzen verschiedener Schuhmodelle. So weiß jeder sofort, worum es hier geht: Schuhe für Damen, Herren und Kinder sowie Outdoor-, Barfuß- und Hausschuhe, alles unter einem Dach, auf 400 qm Verkaufsfläche, und das schon seit nunmehr 85 Jahren. „Wir sind ein klassisches Familienunternehmen“, sagt Andreas Linn, der das Schuhhaus als dritte Generation leitet.
Neben dem Schuhangebot als solchem schreibt Familie Linn den Service groß. „Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden eine Rundumbetreuung“, betont Andreas Linn. Nicht selten kämen drei Kunden-Generationen ins Geschäft, die auch alle gleichzeitig kompetent betreut und beraten werden. Dafür steht ein 15-köpfiges Team aus Voll- und Teilzeitkräften bereit. Zum Service im Schuhhaus Linn gehört auch ein spezielles Angebot für individuelle Einlagen, basierend auf einer Fußscan-Analyse im Geschäft. Aus Rohlingen werden dann Einlagen, entsprechend der Fußanatomie des Kunden, hergestellt und können gleich mitgenommen werden. „Das ist ein ideales Angebot für alle Alltagsschuhe, aber auch für den Sportbereich, für Fußball- oder Skischuhe, eigentlich alle Bereiche, in denen man ein bisschen mehr Komfort wünscht“, erklärt Andreas Linn. Das Markenportfolio ist umfangreich und umfasst viele im Markt relevante Brands, von On bis Ricosta, von Meindl bis Finn Comfort, von Gabor bis Xsensible. Dass der Schweizer Shootingstar zuletzt angekündigt hat, seine Schuhe nicht mehr im klassischen Schuhhandel anzubieten, hat auch Andreas Linn getroffen. „Wir haben die Schuhe sehr gut verkauft. Es ist eine Problematik für den stationären Handel, dass Hersteller die Vermarktung ihrer Schuhe selber übernehmen. Das wird noch weiter zunehmen, und dann sind wir auch mit Sale-Aktionen der Marken konfrontiert“, sagt der 58-Jährige. Entmutigen lassen will er sich allerdings nicht: „Wenn ein Thema schwierig wird, versuchen wir ein anderes.“ Und so finden Kundinnen und Kunden ab dem Frühjahr einen Bereich mit Newcomern aus dem Nachhaltigkeitsbereich, darunter Flamingos Life, Moea und Victoria.“