Seine Schuhkarriere begann der 73-Jährige mit einer Traineeausbildung für die mittlere Führungsebene beim Hamburger Schuhfilialisten Görtz. Damals war er 24 Jahre alt, hatte eine gastronomische Ausbildung absolviert und eine zeitlang in der Gastronomie gearbeitet.
Bei Görtz übernahm Lüning unter anderem die Filialleitung für mehrere Standorte. Nach seinem Wechsel in den Schuheinkauf unternahm er Einkaufstouren mit der Inhaberfamilie Görtz, unter anderem nach Italien und auf die damalige GDS, zur Micam und zu den Materialmessen nach Bologna.
Anfang der 80-er Jahre wechselte Lüning die Seiten und startete als Geschäftsführer beim dänischen Unternehmen Ecco. Dort war er am Aufbau der Marke in Deutschland beteiligt. 1990 startete er eine Zusammenarbeit mit der Firma Hamm, die sich erfolgreich um die erste Lizenz für Marc O’Polo Shoes beworben hatte und mit Lüning die erste Schuhkollektion auf den Markt brachte.
1992 folgte der Schritt dann in die Selbständigkeit mit der Übernahme der Agentur Interscarpa, die seinerzeit ausschließlich Fabrikate aus Italien repräsentierte. Es folgten weitere Handelvertretungen für spanische, niederländische und portugiesische Marken.
2010 fiel die Entscheidung, eine neue Schuhmarke zu gründen. Mit seinem Partner Nelson Gomes aus Porto rief Friedrich Lüning die Marke Apple of Eden ins Leben, die heute laut dem Unternehmer erfolgreich in Europa verkauft wird.
Mit Beginn der F/S-2025-Kollektion verabschiedet sich Friedrich Lüning aus dem aktiven Vertrieb der Marke und wird sich künftig der Kollektionsentwicklung, dem Marketing und dem Lizenzgeschäft widmen.